Kleintierbetreuung Weigel
All-Inklusive Betreuung für Meerschweinchen & Kaninchen

Häufige Fragen

Sie möchten eine Urlaubsbetreuung anbieten oder Nottieren helfen?

Viele Menschen sehen die schreckliche Entwicklung der Tierhaltung. Viele Tiere werden für die Kinder angeschafft und müssen ihr Leben in Käfighaltung im Kinderzimmer verbringen. Außerdem gibt es Menschen, die unkastrierte Tiere zusammensetzen und der Lage dann schnell nicht mehr Herr werden. Die Babys werden dann viel zu früh zum Verkauf angeboten… ich könnte ewig weitererzählen.
Es gibt so viele Tiere, die keine Liebe oder Zuneigung kennen. So viele Seelchen, die in dunklen und viel zu kleinen Käfigen/Buchten sitzen. Da blutet jedem Tierfreund das Herz. Aber was tun?
Jeder kann Tiere kaufen, aufnehmen oder übernehmen. ABER: Vermitteln dürfen nur tierheimähnliche Einrichtungen mit der offiziellen Erlaubnis des zuständigen Veterinäramts. Hierfür wird ein Sachkundenachweis gem. §11 Tierschutzgesetz von der verantwortlichen Person abgelegt. Dies gilt auch, sobald eine Urlaubsbetreuung gegen Entgelt stattfindet (auch wenn damit „nur“ die anfallenden Kosten gedeckt werden und kein Gewinn erziehlt wird)!
Zudem muss zwingend ein Gewerbe angemeldet werden sobald Einkünfte zu verzeichnen sind. Dazu zählt eine Vermittlungsgebühr sowie das Entgelt für die Urlaubsbetreuung.

Kurze Zusammenfassung:
Sie benötigen also folgendes, um ganz „legal“ Notfellchen zu retten, diese zu betreuen und zu vermitteln sowie eine Urlaubsbetreuung zu betreiben:
· Gewerbeanmeldung „Kleinunternehmen“
· Sachkundenachweis gem. §11 Tierschutzgesetz



Wo soll ich meine neuen Familienmitglieder erwerben?
Woran erkenne ich eine seriöse Einrichtung?
 

In der heutigen Zeit kann man sich seine Haustiere auf vielen Wegen „beschaffen“. Es gibt Zoofachgeschäfte, Hobbyzüchter, eingetragene Züchter, Notstationen, Tierheime und ganz viele private Menschen die ihre Tiere aus diversen Gründen abgeben. Doch woran erkenne ich als Leihe, dass es sich um eine seriöse Einrichtung handelt?
Ich möchte hier niemandem vorschreiben woher er sich seine Tiere „holen“ soll. Allerdings ist es wichtig, Sie über die mir bekannten Dinge zu informieren…

Zoofachgeschäfte
In vielen Zoofachgeschäften werden Babykaninchen und -meerschweinchen präsentiert. Diese Tiere kommen i.d.R. von großen Züchtern und werden viel zu früh von der Mama getrennt. Normalerweise sollten Baby-Kaninchen bis zur 16. Lebenswoche mit den Geschwistern bei der Mutter bleiben. Die Babys werden gesäugt und lernen in dieser Zeit ein soziales Verhalten. Auch die Meerschweinchen-Babys sollten in den ersten 8 Wochen bei der Mutter bleiben. Hierbei ist allerdings eine Frühkastration der männlichen Babys unabdingbar. Das sparen sich die Züchter und trennen die Meeri-Babys bereits mit 3 Wochen (ab einem Gewicht von 250g sind diese zeugungsfähig, da sind die Babys 3-4 Wochen alt). Rammler werden mit ca. 10-12 Wochen geschlechtsreif, werden aber oftmals schon mit 6 Wochen verkauft. Für die Tiere ist das eine absolute Katastrophe. Die Preise in den Zoofachgeschäften sind zudem für unkastrierte und ungeimpfte (bei Kaninchen) Tiere völlig überzogen. Außerdem ist es häufig so, dass die Mitarbeiter nicht in der Lage sind die Geschlechter korrekt zu unterscheiden. In den Zoo-Gehegen sitzen unkastrierte Böckchen und die Weibchen zusammen, so dass ganz viele Weibchen trächtig verkauft werden…

Hobbyzüchter
Auch viele Hobbyzüchter verkaufen meist unkastrierte Tiere um sich die Kosten der Frühkastration zu ersparen. Hier wird oft sehr wenig Wert auf das spätere Tierwohl gelegt. In vielen Fällen werden den Kindern die süßen Babys mit den Worten „ach ob 2 oder 3 ist doch egal, hier schaut mal ist der nicht süß?“ angeboten. Es wird absolut nicht artgerecht beraten, denn der Profit steht an erster Stelle! Hobbyzüchter brauchen oftmals keine offizielle Genehmigung vom Veterinäramt. Das ist sehr unfair, aber leider momentan gesetzlich so festgelegt (hier gibt es eine Maximalanzahl der verkauften Tiere pro Jahr). Diese Menschen verkaufen ihre ungeimpften und unkastrierten zu enorm hohen Preisen. Deshalb sind diesen Hobbyzüchtern die Notstationen oft ein Dorn im Auge. Hier werden die Tiere nämlich liebevoll umsorgt und betreut. Die Tiere sind tierärztlich versorgt, kastriert (Männchen) und die Kaninchen geimpft. Dadurch sind die Preise der Hobbyzüchter im Vergleich zu den Notstationen natürlich völlig überteuert.
Das ist nicht bei allen Hobbyzüchtern so. Hier gilt es sorgfältig und kritisch zu hinterfragen und (ganz wichtig!!!!), sich vorher gründlich zu informieren!

Eingetragene Züchter
Eingetragene Züchter besuchen Schulungen und haben die offizielle Erlaubnis zu züchten. Diese Menschen kennen sich meist gut mit den Tieren aus und sind oftmals in der Lage kompetent zu beraten. Hier kosten die Tiere vielleicht ein wenig mehr, dafür gibt es besondere Rassen und einen guten Stammbaum. Vielen Züchtern ist das spätere Tierwohl wichtig und die Tiere werden dann verkauft, wenn eine gute Haltung aufgezeigt wird. Persönliche Erfahrungen von Käufern sind immer sehr wertvoll! Versuchen Sie, so viele Informationen wie möglich im Voraus zu sammeln und stellen Sie ruhig viele Fragen. An den Antworten kann man schnell erkennen, ob das Tierwohl oder der Profit im Vordergrund stehen.

Notstationen
In der heutigen Zeit nennen sich ganz viele private Menschen „Notstation“. Ich habe selbst schon erlebt, dass Kinder in EbayKleinanzeigen Tiere aufnehmen um sie dann weiter zu vermitteln. Auf meine Nachfrage, ob denn ein Sachkundenachweis gem. §11 vorliegt wurde ich von der Mutter des Kindes aggressiv und unfreundlich abgespeist. Sie meinte, ich sollte doch ihrem Kind das Hobby lassen. Es ist überhaupt nicht klar, wie die Tiere dort leben und wie sie ernährt werden. Es werden alle „geretteten“ Tiere zusammengehalten, eine Quarantäne oder tierärztliche Check-Ups gibt es nicht.

Sie erkennen eine seriöse Notstation an folgenden Punkten:
· Sachkundenachweis gem. §11 Tierschutzgesetz ist vorhanden
· die Gehege für die Tiere können besichtigt werden
· es werden nur kastrierte männliche Tiere vermittelt, welche die Kastrationsfrist (6 Wochen) abgesessen haben
· Kaninchen werden nur geimpft vermittelt
· die Tiere werden tierärztliche gecheckt, eine Quarantäne bei Aufnahme der Tiere wird eingehalten
· die Tiere werden gesund und artgerecht Ernährt (Frischfutter, kein Trockenfutter (wenn dann als Leckerli))
· die Tiere werden nur mit Schutzvertrag abgegeben
Fragen zur artgerechten Haltung, Ernährung, Pflege und zum Verhalten der Tiere können kompetent beantwortet werden. Die Menschen in den Notstationen sind i.d.R. mit Herz und Seele dabei, denn ein Gewinn kann im Tierschutz nicht erzielt werden. Im Gegenteil – Tierschutz kostet jede Menge Geld und Zeit!

Tierheim
Bei vielen Menschen höre ich „meine Tiere sollen nicht ins Tierheim“. Diese Einrichtungen sind dazu da, Tieren ein Übergangs-Zuhause zu schenken. Ausgebildetes Fachpersonal und tierärztliche Betreuung sind gewährleistet. Auch im Tierheim muss eine Quarantäne gewährleistet sein. Männliche Tiere sollten nur kastriert (nach Ablauf der Kastrationsfrist) abgegeben werden (lassen Sie sich das Datum der Kastration schriftlich bestätigen). Weibliche Tiere sollten einige Zeit im Tierheim bleiben damit eine Trächtigkeit ausgeschlossen werden kann. Die Gehege sind in der Regel für Sie als Interessent einsehbar und die spätere Haltung wird nachgefragt. Es wird auf das Thema „Urlaub“ hingewiesen und ein Schutzvertrag unterzeichnet. In einigen Tierheimen können Kontrollen durchgeführt werden, das kann aber personell nicht jedes Tierheim leisten.

Generell gilt:
Informieren Sie sich unabhängig im Internet über die artgerechte Haltung der Tiere. Sprechen und Fragen Sie viel nach, wenn Sie Ihre neuen Lieblinge abholen/kaufen möchten. Sollten Sie irgendwelche Zweifel haben – überstürzen Sie nichts! Keine seriöse Einrichtung würde Sie zu einem Kauf / einer Vermittlung „zwingen“ oder Sie unter Druck setzen!
Für Fragen stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung!